Mit Antikörpern gegen Osteoporose    

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Antikörper werden schon lange erfolgreich in der Therapie verschiedener Krebsarten eingesetzt. Nun schwappt die Welle auch auf eine andere Krankheit. Das Knochenprotein Sklerostin verhindert die Bildung von knochenaufbauenden Zellen, den Osteoblasten. Hemmt man Sklerostin, wird die Differenzierung dieser Zellen zugelassen und die Knochenmasse steigt. Die Hemmung des Knochenproteins erfolgt über einen Antikörper.

Auf den Zusammenhang zwischen Knochenaufbau und Sklerostin kamen Wissenschaftler, als sie Menschen untersuchten, die das Van-Buchem-Syndrom haben, eine Erbkrankheit, bei der die Knochen extrem stark und dicht sind. Genetische Untersuchungen zeigten, dass diesen Menschen das Sklerostin fehlt.

Nun soll eine Phase-III-Studie zeigen, ob sich die vielversprechenden Ergebnisse aus Tierversuchen – massive Zunahme an Knochenmasse und -festigkeit – auch beim Menschen bestätigen lassen. Eine weitere Behandlungsmethode der Osteoporose ist wünschenswert, weil die gängige Standardtherapie, die so genannten Bisphosphonate, nicht bei allen Patienten gut anschlagen und mitunter starke Nebenwirkungen haben.

Einen ausführlichen Artikel zur Sklerostin-Antikörper-Therapie finden Sie hier.

Weiter Informationen zu Osteoporose in jüngerem Alter können Sie hier lesen: Knochenschwund für alle

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