Jung und morsch – Osteoporose bei Sportlerinnen    

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Es gibt zwei Personengruppen, die überwiegend von verringerter Mineralisierung der Knochen betroffen sind: ältere Menschen (Osteoporose und Knochenbrüche) und Sportler (Stressfrakturen oder Ermüdungsbrüche bis hin zu „junger Osteoporose“).

Eine wichtige Rolle spielen hierbei Hormone. Neben den besonders knochenrelevanten Hormonen Parathormon, Calcitriol und Calcitonin spielen bei Frauen auch Östrogen und Progesteron eine Rolle. Diese beiden Hormone haben in geringem Umfang eine Wirkung wie anabole Steroide. Das ist gut für die Muskeln, aber Steroide wirken knochenabbauend. Bei manchen Frauen bleibt unter intensivem Training die Periode aus. Bei diesen Frauen wurde festgestellt, dass die körpereigenen Kortisonspiegel höher sind als bei Frauen, bei denen trotz intensiven Trainings die Regelblutung erhalten bleibt. Und – wie eben bereits erwähnt – haben Steroide wie Kortison eine ungute Wirkung auf den Knochen.

Ein deutliches für mögliche Probleme mit der Knochendichte können Ermüdungsfrakturen, auch Stressfrakturen oder – am Schienbein – Shin splint genannt, sein. Natürlich kann eine solche Reaktion wirklich allein durch Überlastung auftreten. Doch bei sehr sportlichen, schlanken Frauen darf gerne genauer hingeschaut werden, ob nicht die Knochendichte im Vergleich zu den altersüblichen Werten zu gering ist. Spätestens, wenn Ermüdungsbrüche nicht nach wenigen Wochen ausgeheilt sind oder immer wieder auftreten, sollte eine Messung der Knochendichte erfolgen.

Die gute Nachricht ist, dass geringe Knochendichte in jungen Jahren nicht zwangsläufig bedeutet, dass man im Alter an Osteoporose erkranken wird. Mit einigen gezielten Maßnahmen kann viel erreicht werden.

Weitere interessante Informationen zu dem Thema finden sich im ausführlichen Artikel in der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin, 04/2016. Bitte hier entlang, um direkt zum Artikel zu gelangen!

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